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KLP und Frontal21 - Verlauf

Vorab 1: Bitte entschuldigen Sie, dass wir hier auf Grund technischer Beschränkungen unseres Content Management Systems die gesamte Abfolge der Darstellung nur auf einer einzelnen Seite und nicht auf Unterseiten gliedern können.

Nachfolgend chronologisch die ausführliche Darstellung, wie es dazu kam, dass KLP Reportagegegenstand bei Frontal21 wurde. Aus unserer Sicht und Wahrnehmung hat  Frontal21 in der Recherche vor Ort ordentlich daneben gegriffen: Die beiden uns kontaktierenden Rechercheure kamen von Anfang an derart ominös rüber, dass wir fest davon ausgingen, es mit sogenannten RIP-Dealern zu tun zu haben. Dementsprechend haben wir ein ordentliches Kasperletheater mit den Herren veranstaltet - und sind uns sicher, dass die Überraschung nach der Auflösung, wer da mit wem Räuber und Gendarm gespielt hat, auf beiden Seiten groß war . . .

Unsererseits startete die Berichterstattung über die Vorkommnisse am 7. März 2009, morgens um 1 Uhr (mehr oder weniger übliche Zeit bei uns für Forenschreiben) im Finanzforum GoMoPa mit einem WARNHINWEIS wegen RIP-Deal-Verdacht:

07.03.2009 - 01:06 Uhr MEZ, fortgesetzt wegen Datenbank-Editfehler um 09:58 Uhr MEZ

Dr. Obermann & Keuerleber auf Dubai-Tour
- RIP, NIGERIA oder VORKOSTEN-ABZOCKE???

Von Martin Kraeter, Prinzipal

Fast so lustig wie ein Räuber-und-Gendarm-Spiel, aber auch sehr seltsam.
Wir bekommen Ende Januar eine E-Mail-Anfrage von einem "Dr. Günter Obermann" (E-Mail
g.obermann@web.de, Handy 0176-96063191):
 
Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir interessieren uns für einen Dubai-Trust und mögliche Firmengründung. Unser Hintergrund: Handel mit med. Produkten. Darüber würden wir gerne in den nächsten Tagen persönlich mit Ihnen reden. Ein möglicher Termin wäre Freitag, der 30.1. oder alternativ evtl. 3.2./4.2. in Berlin.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. G. Obermann
_________________________________________________________
Psssst! Schon vom neuen WEB.DE MultiMessenger gehört?

Nur gut, dass wir für Fälle, in denen sich Doktoren mit uns in Berlin treffen wollen, seit Jahren Geschäftspartner in Berlin sitzen haben, sonst müssten wir ja laufend zwischen Deutschland und den VAE hin- und herpendeln. Also, Kontakt an unseren Associate Manfred K. in Berlin weitergegeben - und schon kommt es zum ersten Treffen im Kempinski Berlin am 30.01.09.

Akt 1
Lustige Duplizität der Ereignisse und ein Spaziergang im Park

"Dr. Obermann" kommt ins Kempinski zusammen mit seinem Berater "Keuerleber". Der hatte sich zuvor separat an unseren Berliner Associate gewandt, weil er eine ganze Menge Ärzte betreut, die professionelle Beratung brauchen um u.a. Familienstiftungen zu gründen.
TOLL!!! Zwei Klienten mit nur einem Gespräch beraten, was will man mehr? Komisch wird es plötzlich nach dem Kaffeechen im Kempinski. Die Herren würden die Unterhaltung lieber im Freien weiterführen.

Da rückt "Dr. Obermann" dann mit folgendem raus:
Er sei Hersteller von Zahnersatzprodukten im großen Stil, "Keuerleber" würde ihm nebenher die Ärzte und Dentallabors besorgen, die bei ihm kaufen. Natürlich sei das auch mit "Kick-Backs" verbunden, die man gerne im Ausland abwickeln würde. Dafür sei man entweder an einer Firmengründung in Dubai oder in Singapur interessiert.

Hier machte es bereits bei Manfred K. "Klick". Er ist ja auch deshalb langjähriger Associate, weil wir uns gemeinsam schon seit langem auch mit zwielichtigen Figuren gerne und manchmal auch erfolgreich auseinandersetzen. Beispiele: Georg Recker mit seinem "Dubai 1000 Hotelfonds, Meridian Capital Ltd. usw. usf.

Für solche Fälle einer vermuteten neuen Betrugsmasche - möglicherweise sogar mit Fokussierung darauf, was bei uns vielleicht zu holen ist - haben wir uns in der KLP grundsätzlich auf das Motto "Mitspielen" verständigt. Aber bitteschön an unserem Standort in Dubai und nicht im kalten Berlin. Auch, um zu testen, was die Jungs alles anstellen wollen, wenn sie meinen, sie hätten einen spendenfreudigen Fisch an der Angel.

Manfred K. erzählt den beiden also noch die Möglichkeiten der Firmengründungsvarianten in Dubai, spricht über Bankenlandschaft und Bankgeheimnis und erfindet mal schnell ein Modell, wie die Empfänger von solchen Kick-Backs auch Konten in Dubai eröffnen können - immerhin gibt es in Dubai zur Zeit bis zu 7% auf Festgeld.

Naja, und dann kommt "Dr. Obermann" noch mit einer persönlichen Frage "um die Ecke":
Er habe 300.000 EUR auf der Bank, es stehe die Scheidung an und er möchte das Geld doch lieber vorher einem Treuhänder in die Verwaltung geben, ob wir denn auch so was machen würden? Klar nehmen wir versteuertes Kapital in Treuhand, wenn es sein soll auch mit aktiver Vermögensverwaltung.

"Dr. Obermann" und "Keuerleber" ziehen vergnügt aus dem Parkspaziergang von dannen und wir sind gespannt, wie das Spiel weiter geht und wann eigentlich der Haken an der Sache kommt. Wollen die sich nur auf einen Kurztrip nach Dubai auf unsere Kosten einladen lassen, muss man a la NIGERIA irgendwelche "Portokassenbeträge" aufwenden, um die 300K Treuhandgeld verwalten zu dürfen, oder wie führen die sonst kleine gierige Beraterlein zum Schotter???

Akt 2
Wieso wird immer zwischendrin
alles schwieriger und geheimnisvoller???

Es folgt die nächsten 3 Wochen über sporadischer E-Mail-Verkehr. "Dr. Obermann" drückt gewaltig auf die Ich-mache-Dinge-gerne-immer-spannender-Tube: Seine 300K wandern plötzlich vom Konto in seine Matratze - nun will er ein "Koffer-Transportproblem" haben. Gut, muss er selber schauen. Das höchste der Gefühle von unserer Seite ist, dass er seinen Koffer Geld offiziell und legal bei unserer Bank in London einzahlt. Aber bitte nach Abgabe der bei uns üblichen Erklärungen gemäß Art. 2 bis 5 DDC, US Fed Circular 2008, Art 305 Swiss Criminal Code und FATF 6/01. Kein Problem für "Dr. Obermann", das Geld ist ja ordentlich versteuert - halt nur in Bar ein bisschen viel, um damit nach Dubai zu fliegen.

"Keuerleber" andererseits weiß unglaublich schnell zu berichten, schon mit den ersten Ärzten gesprochen zu haben, die ganz juckig darauf sind, nach Dubai zu kommen. Ob wir denn auch Kontakte ins Gesundheitswesen hätten, einzelne "Dottores" würden auch mal gerne in Dubai arbeiten. Alles Weitere wolle er aber nur vor Ort besprechen, weil ja in Deutschland die Wände Ohren haben.

Aber: Sie planen auf jeden Fall eine Reise nach Dubai in unsere "Firmenzentrale". Am 25.02. geht es auf die große Reise. Manfred K. hatte zwar angeboten, dass alle drei gemeinsam fliegen und wir uns hier vor Ort um Hotels kümmern. Die Herren reisen dann aber doch separat an, haben sie doch ihr eigenes Reisebüro.

Akt 3
Die Räuberpistole geht los

Für 26.02., 15 Uhr, stand unsere Einladung in unser Büro. Mittags der gehetzte Anruf von "Dr. Obermann": Ob wir uns nicht lieber im Hotel HILTON Jumeirah Beach treffen könnten, sie hätten so viele Termine. Treffen im Hilton im Coffee Shop am Pool. Jetzt wird alles ganz konspirativ, "Keuerleber" hatte ja bis jetzt noch keine Geldkoffer, also muss er nachlegen: Vielen seiner Ärzte habe er Jahre über geholfen, ihr Geld in die Schweiz zu schaffen. Die sei ja nun unsicher geworden - er sei unter massivem Druck, seinen Ärzten neue Lösungen zu präsentieren. Bis hierhin ja noch ganz okay: Muss der Arzt halt einen kleinen Trust hier gründen - bevorzugt Offshore -, halt seine Schweizer Konten auflösen und das Geld nach Dubai überweisen. Ist uns doch schnuppe, ob expatriiertes Kapital nun in der Schweiz liegt oder in Dubai.

Das scheint noch nicht das zu sein, was er hören will. Gibt wohl keinen Ansatzpunkt, um raus zu kitzeln, ob wir nicht bereit sind, in die Tasche zu greifen, um bei Transaktionen behilflich zu sein. Bei mir kommt der Verdacht auf, ob die Jungs nicht was mit unserem alten Verdächtigen Georg Recker (Dubai 1000 Hotelfonds) zu tun haben: Die hantieren mit Ärzten rum, Recker verkauft Ärzten jetzt Time Sharing Modelle in Dubai usw.

Also Vollgas: "Keuerleber" gibt zum Besten, dass er grundsätzlich nur Ärzte ab 1 Million Kapital betreut, seine "besten Pferde im Stall" wären 30 Millionen schwer. Dann labert er noch von fiesen Zeitgenossen, die sein zerknittertes Hemd nicht als Brioni-Hemd erkennen. "Dr. Obermann" sitzt dabei in STRAUSS Innovationen Kluft und grinst. Und - NATÜRLICH - da sei auch Schwarzgeld dabei. Jaaaa, mein lieber Schwan, jetzt sind wir im Thema. Manfred K. und ich schauen uns nur an und grinsen innerlich. "Keuerleber" schneidet während einem der 3 oder 4 Toilettengängen von "Dr. Obermann" das Thema Provisionen an, vertagt es dann aber lieber auf das nächste Meeting. Es wird für uns klarer: Der will als nächstes schon mal einen Abschlag - was sind schon ein paar Zehntausender angesichts von Millionen an Schwarzgeld . . .

"Dr. Obermann" ist endlich vom Klo zurück und verplappert wohl aus Versehen, dass sie im "Holiday Inn" Al Barsha wohnen. Hallllooooo? Millionenschwere Vermögensverwalter, angebliche Brioni-Hemden - aber tatsächlich Kutte von STRAUSS Innovationen und wohnen in der übelsten Handelsvertreterabsteige Dubais?
Zur Zeit kostet ein Zimmer im 5* HILTON grad mal 150 EUR die Nacht . . .

Wir gehen generös drüber weg :-) und die Jungs wenden sich dem immerwährenden Problem mit ihren Geldkoffern zu. Jetzt nehmen Manfred K. und ich die Toilettenpause und vereinbaren währenddessen, die beiden noch ein wenig zappeln zu lassen.

Zurück vom Klo: "Wir schauen mal, was wir machen können - das dauert aber ein paar Tage." Wir haben ja immerhin Bankenpartner, bei denen die Herren ganz offiziell und legal auch in Europa Konten aufmachen können.

Inzwischen war es auch schon fast dunkel, Verabschiedung, wir melden uns nach deren Rückkehr nach Deutschland.

Akt 4
Lass Schmutzfüße nicht einfach so
wieder nach hause fliegen, lege nach!

27.02., morgens: Wir rufen "Dr. Obermann" an und teilen ihm freudig mit, wir hätten eine Lösung für das Problem mit der Einzahlung von Bargeld, das nach Dubai soll. Im Telefonat stellen wir auf normales Geld ab, aber "Dr. Obermann" bezieht es auf sein Schwarzgeld und das seiner "Keuerleber"-Freunde. Was ihn zumindest motiviert, mittags nun doch zusammen mit seinem Spangemann in unser Büro zu kommen.

Meeting Lounge bei uns, die Jungs platzen direkt raus mit völlig abstrusen Geldwäschemodellen eines großen renommierten deutschen Immobilienmaklers in Dubai und der Frage, was wir davon halten. "Dr. Obermann" lässt sich von mir detailliert berechnen, ob ein 1,2 Mio. Apartment in Dubai Marina ein Schnäppchen ist oder nicht. Wir lassen sie ein wenig Show machen, "Keuerleber" kann wieder auf Dicke Hose machen und so weiter.

Akt 5
"Lackmustest by KLP"

Ich hab ja hier in Dubai schon alles Mögliche gehabt:

  • Schwarzafrikaner mit "Black Dollars" - aber nur einem Fläschchen Meister Proper, der Rest liegt als Diplomatengepäck bei Dubai Customs und es braucht "nur" 9.000 Dollar, die er leider grad nicht hat
  • Amerikaner, die Family Offices in Dubai betreuen, aber aus einem Engpass "unter Freunden" ein wenig Geld brauchen - erst 20.000, dann 10.000, schließlich reichen auch 3.000 Dollar
  • Und noch viele andere Flitzpiepen, Dummschwätzer und Wannabees

Die beiden Spezis sind für mein Gefühl noch nicht richtig aus dem Quark gekommen, mit was sie uns eigentlich übers Ohr hauen wollen. Also "Butter bei die Fische" und eine Story aufbauen, damit wir völlig unverdächtig an mehr als web.de Adresse und Prepaid Handynummer kommen: Firmenanschrift, Passkopie etc. Mit einer Story, die so gar nicht sein kann, aber auch austestet, ob die Jungs nicht einen Rückzieher machen: Wir kennten eine Bank in Dubai, die dafür sorgen kann, dass die Ärzte ihre Bargeldbestände in Frankreich oder der Schweiz an einen Kurier übergeben, der das dann über die Schweiz nach Dubai transferieren lässt. Klar, macht ja jede Bank gerne - vor allem seit die UBS u.a. so richtig aufs Brett genagelt wird.

"Betrugs-Willis" mit kleiner Kragenweite zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie strohdoof sind - diese Bananen-Idee gefällt denen und jetzt wollen sie wirklich alles wissen.
Turnaround! Jetzt möchten wir aber ein wenig mehr von ihnen wissen als Nachnamen und Kleidermarke (war schon wieder STRAUSS Innovationen) und schlagen den Abschluss einer Verschwiegenheitsvereinbarung vor, die natürlich auch alle persönlichen Daten aller Beteiligten beinhaltet. Nachher nehmen die unsere angeblichen exzellenten Kontakte mit und wir können die Deals nicht machen . . .

Nun wird es den Jungs mulmig. Über das, was sie vor Minuten ja noch so toll fanden, wollen sie jetzt erst mal nachdenken. Außerdem, "Keuerleber" mag die arabische Mentalität nicht so sehr und will eigentlich nur noch nach Hause. Man könne sich ja kommende Woche in Berlin treffen und dann alles weitere besprechen. Das war deren Lösungsansatz, als wir zu dritt denen in der Überzahl gegenüber saßen, um jetzt erst mal nicht die Hose runter lassen zu müssen. Schon süß, "Dr. Obermann" hat plötzlich massiven Druck.
Diesmal nichts mit der Blase, nein: Dubai Souvenirs braucht er und lässt sich noch den schnellsten Weg ins Deira City Center erklären.

Vereinbart wird der 05.03. in Berlin. So im Rausgehen - M. im Gespräch mit "Dr. Obermann", ich im Gespräch mit "Keuerleber" - haut mich "Keuerleber" drauf an, dass ich in Vorbereitung auf das Donnerstag-Meeting doch bitte mit M. vorbesprechen soll, wie wir ihm nicht schon eine kleine Vorabunterstützung für die ganzen Mühen zukommen lassen können, wenn er jetzt all die Schwarzgeld-Ärzte zu uns umleitet.

Bingo! Das wollte ich doch nur wissen, was die Masche ist. "Winke, winke" mit der dicken Kohle, da darf man im Vorfeld doch nicht kleinlich sein. Ich grins mir einen, winke den beiden ein Taxi und ärgere mich eigentlich nur, dass ich diesen Vollpfosten auch noch unser Domizil gezeigt habe.

Akt 6
Schaaade

Manfred K. und ich diskutieren nach seiner Rückkehr nach Berlin. Sollen wir es dabei belassen oder noch mehr Infos ziehen, indem wir den Termin am 05.03. noch durchziehen? Eigentlich steht der Entwurf einer Absagemail unsererseits schon am 28.02., aber etwas anderes weckt die Neugier:
Mehrere Geschäftspartner hier in Dubai sprechen uns auf diese zwei Vögel an, die bei ihnen genau mit der gleichen Story waren. Die scheinen sich also zum Vorkosten-Abzocken hier in Dubai mehrere Eisen ins Feuer gelegt zu haben. Das macht für uns aus dem Spielchen eigentlich eine ernstere Sache. Paar Tausend Euro, die auf diese Weise immer abgezogen werden können mal x, das ist schon was.
Und vielleicht haben die auch ein paar Dubai-Landsleute angetriggert, denen nicht klar ist, dass das Anliegen des ominösen "Dr. Obermann" und seines noch ominöseren "Keuerleber" hochkriminell ist.

Wir verbleiben so, einfach abzuwarten. Donnerstagmittag (05.03.09) dann eine Mail von "Dr. Obermann":
Zitat

Hallo Herr K.,
muss heute leider absagen. Sorry. Sie hören von mir.
Grüsse
Obermann
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Mmmh, entweder haben die jetzt schon wen anderen gefunden, den sie gerade ansaugen - oder ihnen hat irgendjemand erklärt, dass wir ihnen totalen Mist erzählt haben mit den Banken, dem Kurier und der Weiterleitung.
Wir kommen also zu dem Ergebnis, dass die Fährte leider tot ist und sagen unsererseits Donnerstagabend (05.03.09, 19:34 Uhr MEZ) per Mail ab:

Zitat

Sehr geehrter Herr Obermann,
nach dem Gespräch am 26.02.2009 im Hause der KLP haben wir uns zusammengesetzt und die Sachlage nach den in diesem Gespräch erhaltenen weiteren Informationen erneut erörtert.
Wir sind zu folgendem Ergebnis gekommen:
Da wir Ihre wahre Identität nicht kennen und die Vermutung nahe liegt, dass wir es bei Ihnen mit "gewerbsmäßigen Reinigungsleuten" zu tun haben, möchten wir von unserer Seite diese Art der Kooperation nicht weiter verfolgen.
Es gibt sicherlich Konstrukte, bei denen Empfängern von Geldleistungen anheim gestellt wird, ihre Einkünfte steuerlich zu deklarieren oder nicht. In diesen Fällen kann man u.U. eine entsprechende Lösung zur Zufriedenheit aller Beteiligten finden ohne zur Steuerverkürzung oder gar Steuerhinterziehung zu verleiten.
Bei den von Ihnen vorgetragenen Wünschen ist allerdings vorauszusehen, dass mit einer Versteuerung der Einkünfte in sämtlichen Fällen wohl nicht zu rechnen ist, bzw. dass das Kapital, das sich im Ursprungsland befindet, einer Steuerpflicht gänzlich entzogen werden soll.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir diese illegalen Wege nicht einschlagen möchten.
Das Kerngeschäft der KLP bezieht sich auf die legalen Gestaltungsmöglichkeiten von internationalen Firmenkonstruktionen, und zwar ohne Steuerhinterziehung oder Steuerverkürzung, sowie die betriebswirtschaftliche Beratung und Betreuung von europäischen Klienten im Raum der VAE.
Wir bedauern, Ihnen keinen anderen Bescheid geben zu können und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
 

Warnung und offene Fragen

Auch wenn wir hier aus dem Nähkästchen plaudern: Bei zweifelhaften Kontaktanfragen läuft unsererseits grundsätzlich eine kleine Recherche mittels Google etc. Im vorliegenden Fall keine Treffer bei Eingabe der E-Mailadresse, kein Match bei Eingabe der Namen, obwohl die Beiden angeblich zur Ärzte- und Vermögensberaterszene gehören.

Im Ergebnis haben wir leider keinerlei Kenntnis darüber, wer die beiden Herren wirklich waren.

Dass wir aufgrund unserer täglichen Arbeit als Betreuer bei Firmengründungen, Offshore-Strukturen etc. immer wieder auch von seltsamen Zeitgenossen angesprochen werden, bedarf sicher nicht der Erwähnung.

Wer hat vielleicht auch mit diesem Duo Erfahrungen gemacht - oder sich sogar tatsächlich sein Geld aus der Tasche ziehen lassen?

Hinweise gerne hier oder per E-Mail.


Gruss aus Dubai,
der Stadt in der einem alles passieren kann

Martin Kraeter

++++++++++++++++++++

Soweit der von uns am Morgen des 07.03.2009 gestartete Thread mit dem Warnhinweis. Zur Schaffung der bei gegensätzlichen Auffassungen immer wichtigen Authentizität hier der Link zum Originalposting bei GoMoPa.  

Am 07.03.2009 um 12:04 Uhr MEZ erhalten wir dann die im nachfolgenden Thread zitierte Telefaxanfrage der Frontal21-Redaktion an Engel & Völkers Hamburg. Wir sind mehr als "von den Socken", dass sich unsere vermeintlichen RIP-Dealer als Rechercheure eines öffentlich-rechtlichen, deutschen Info-Magazins entpuppen. Die sofort beginnenden Recherchen auf unserer Seite gestalten sich zwar etwas mühsam, aber am gleichen Tag spätnachmittags können wir im Forum die Auflösung des zuvor gestellten Rätsels geben:
 

07.03.2009 - 17:15 Uhr MEZ

UNFASSBAR!!! Das war eine "Journalisten"-Recherche!!!

Von Martin Kraeter, Prinzipal

Soeben bekommen wir von der Dubai Dependance einer renommierten deutschen Immobilienmakler-Gesellschaft ein Telefax der "FRONTAL21" Redaktion in Berlin vom vergangenen Donnerstagabend, 21:06 Uhr, weitergeleitet:

  • FRONTAL21 plane einen Beitrag über die "Steueroase Dubai"
  • In welcher Beziehung diese Makler-Gesellschaft zu uns stehe
  • Ob die Mitarbeiter dieser Makler-Gesellschaft angehalten seien, internationale Geldwäsche-Richtlinien einzuhalten und die deutsche Steuergesetzgebung bei deutschen Kunden zu beachten

Dann kommen vollkommen unfassbare Vorhaltungen:

  • Mitarbeiter dieser Makler-Gesellschaft sollen angeboten haben, beim Bargeldschmuggel von Deutschland nach Dubai behilflich zu sein
  • Ebenfalls sollen diese bei Gründung einer Offshore-Firma in einer Freihandelszone behilflich sein, "um die Identität des Immobilienkäufers zu verschleiern"
  • In Dubai interessiere es niemanden, woher das Geld von Immobilienkäufern stamme

Absender dieses Faxes ist die FRONTAL21 Chefredaktion, Herr Herbert Klar.

Über Herbert Klar findet man im Internet nicht allzu viel, wie es sich für einen "Investigations-Journalisten" gehört:

Zitat

Herbert Klar
Frontal21

"Ob illegal ist, was ich mache - im Prinzip ist es immer eine Gratwanderung" sagt Herbert KLAR, Journalist für investigative Recherchen beim Frontal21-Magazin, zu dessen Spezialgebiet die Arbeit mit der versteckten Kamera gehört. Zum investigativen Recherchieren, also zu Enthüllungen, gehören nicht nur Telefonate, Interviews oder Hinweise von Informanten. Auch der Dreh mit versteckter Kamera ist ein wesentlicher Teil solcher Recherchen und das bedeutet, dass man direkt , wie KLAR sagt, "an der Front" arbeitet. "Wenn ich mit verdeckter Kamera losgehe, bin ich auch ein Teil der Geschichte", so KLAR. Bedeutet: manchmal hat er einen Vorsprung vor den Ermittlern oder gar der Staatsanwaltschaft. Herbert KLAR, Jahrgang 1953, studierte Allgemeine Wirtschaftswissenschaften, konnte sich aber nicht vorstellen, jeden Morgen im Anzug und Krawatte in einer Sparkasse oder einem ähnlichen Unternehmen zu stehen. Nichtsdestotrotz begann seine journalistische Karriere 1981 in einem Geldinstitut, nämlich bei einem Sparkassenverlag, wo er Kundenzeitschriften betreute. Später wechselte er zu verschiedenen Tageszeitungen, wie den Stuttgarter Nachrichten oder Die Welt. Dort recherchierte und schrieb er als Wirtschaftsredakteur. Im Jahr 1986 wechselte er zum Fernsehen. Er kümmerte sich um die Landespolitik bei dem Süd-West Funkin Baden-Baden, dem heutigen Süd-West Rundfunk (SWR). Zum Report Baden-Baden - heute Report –Mainz kam er 1987, dort entstand 1989 seine faszinierendste Geschichte: es ging um den Bau einer deutschen Atomrakete mitten im „Kalten Krieg“. Diese spannende Geschichte ist unter diesem Link als Audio-File zu hören. In das Genre Fernsehproduktion arbeitete er sich ganz schnell ein: "Ich bin gleich eingestiegen. Ich habe nach ... vier Wochen Fernsehen schon mein erstes Tagesthemenstück gemacht. Die ersten Beiträge - wenn ich mir die heute noch so in einer Rückschau betrachte - waren eigentlich so was wie eine bebilderte Tageszeitung". Aber das hatte sich schnell geändert. 1993 wechselte KLAR zum neuen Privatsender VOXnach Köln, wo er sich am Aufbau eines Reportermagazins beteiligte. Nach einem Jahr, Ende 1993, wurde er, wie seine 300 Kollegen auch, entlassen. VOX erfüllte nicht die großen Erwartungen, mit welchen dieser Sender startete. Der Geldgeber Bertelsmann stoppte das Projekt und die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. In den Jahren von 1994 bis 1996 arbeitete er als freier Autor für die Sendung Monitor und den Sender Arte und von 1997 bis 2001 als Redakteur und stellvertretender Redaktionsleiter beim ZDF-Ombudsmagazin "mit mir nicht". Seit 2001 recherchiert und dreht er für Frontal21. Sein Spezialgebiet: verdeckte Ermittlungen, meist an verschiedenen Geschichten gleichzeitig. Verdeckt zu arbeiten und mit versteckter Kamera illegale Dinge ans Tageslicht zu bringen, ist sein Kapital. Deshalb ist er weder auf der Frontal21-Website noch bei uns mit einem Foto zu sehen.

Klar.H@zdf.de
(pr)

Das mit dem Foto wollten wir gerne ändern. Es war etwas Suche und das Ergebnis ist zugegebenermaßen qualitativ jetzt nicht preisverdächtig.

Aber - hier isser!


Und gleich kommt - in Anlehnung an ein anderes bekanntes ZDF-Format - der Hammer der Woche!

 

07.03.2009 - 17:25 Uhr MEZ

UNFASSBAR!!! Die Auflösung

Von Martin Kraeter, Prinzipal

Unser "Dr. Obermann" ist Herbert Klar

Sowohl das Foto als auch die in dem o.a. Zitat verlinkte Hörprobe beweisen uns das vollkommen zweifelsfrei.

Verehrter Herr Klar alias Obermann,
an dieser Stelle nur so viel: Wenn ein "Investigations-Journalist" wie Sie den Versuch unternimmt, in seinem reduzierten Weltbild existierende angebliche Machenschaften zu "recherchieren", dann sollte man zumindest folgende Grundsätze voraussetzen können,

  • im Undercover-Auftritt als Schwarzgeldbesitzer sollte man sich immer so anstellen, dass man auch als solcher bei seinem "Recherche"-Opfer rüberkommt. Und nicht als Kleinkrimineller, wie wir es vorstehend ausführlich vor Kenntnis Ihrer wahren Identität beschrieben haben!
  • Wenn Sie - was stark zu vermuten ist - uns als Ihr neues "Investigations-Ziel" durch die Nutzung des Forums GoMoPa auserkoren haben, dann würde ein wenig mehr Lesen wirklich bilden! Durch unsere zahlreichen Veröffentlichungen, auf die Sie garantiert im Vorfeld Ihrer Recherchen (sonst waren es keine!) gestoßen sein müssten, hätten Sie eigentlich ohne Umwege darauf kommen müssen, dass genau wir zum einen selbstverständlich im Rahmen der legalen Möglichkeiten Offshore-Strukturen für unsere Klienten entwickeln, zum anderen aber auch stets interessiert und bemüht sind, Abzocke und im Zusammenhang mit sog. Rip-Deals Schwarzgeld-Vorkosten-Kredit-Betrügereien aufzudecken und publik zu machen!
  • Es ist nun wirklich zu viel der Ehre, wenn wir jetzt in Ihrer "Denkwelt" als Wolf im Schafspelz herhalten sollen.
  • Auch weil ganz aktuell in Verbindung mit der Recker-Truppe das Thema "Deutsche Ärzte" intensiv von uns recherchiert wird (auch das kann hier in GoMoPa nachgelesen werden), ist es für uns geradezu unfassbar, dass ein "Journalist" ausgerechnet bei uns Schwarzgeldschieberei vermutet bzw. wie in Ihrem Fall geschehen kreieren will.
  • Sie wären nicht der erste Medienvertreter gewesen, mit dem wir zusammenarbeiten, um Betrügereien, Schiebereien etc. hier in Dubai aufzudecken. Nach DER Vorstellung haben Sie sich diesen Zugang aber nun vermasselt.

Sie werden mit Blick auf das bisherige Bild, das Sie hier bei Ihren "Recherchen" abgegeben haben, damit leben müssen: Das Ganze hat für uns - und wahrscheinlich auch für viele andere - eine handwerklich-journalistische Güte weit unterhalb des Anspruchs von 9LIVE Telefonquizsendungen. Falls Sie nicht verstehen, was ich meine (Ihre Zeiten bei dieser privaten Senderfamilie sind ja schon etwas länger her), im Klartext:

Dr. Obermann, das war unterste Gossen-Schublade. Ich selbst bin nur froh, dass ich als im Ausland lebender Deutscher kein GEZ-Zahler mehr bin. Das hier ist wieder mal eines von vielen Paradebeispielen für mehr als entgleisten Journalismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, speziell bei FRONTAL21.

Ich überlege mir gerade noch, was ich Ihnen alles für Ihren Bananen-Auftritt hier in Rechnung stelle. Weitere Erläuterungen sachlicher Natur - z.B. warum Offshore-Firmen kein "Teufelszeug" sind, werde ich heute und morgen selbstverständlich in einem ganz eigenen FRONTAL21-KLAR Thread aufmachen.

Ich hoffe doch, Sie haben hier einen Zugang, damit wir fruchtvoll diskutieren können.

Gruss aus Dubai,
der Stadt, in der Journalisten aus Deutschland
schlimmer rüberkommen als die Russenmafia

Martin Kraeter

+++++++++++++++++++ 

Bis hierhin also die Auflösung des "Räuber-und-Gendarm-Spiels" - zumindest Teil 1, denn es fehlte uns ja noch die Identifizierung von "Keuerleber". Zugegebener Massen hat es eine ganze Weile länger gedauert, etwas über ihn zu finden. Wohl auch, weil er gelernter Betonfacharbeiter und nicht Journalist ist.
 

10.03.2009 - 01:32 Uhr MEZ

Es wird immer besser - KEUERLEBER

Von Martin Kraeter, Prinzipal

Keuerleber heisst . . .
. . . Keuerleber!

Wir rekapitulieren:
2 "Investigations-Journalisten" kommen in mit uns geführten Gesprächen direkt und plump als kleinkriminelle RIP-Dealer rüber.

Der eine entpuppt sich als Redakteur von Frontal21, einem Magazin des ZDF: Herbert Klar alias "Dr. Obermann".

Der andere anscheinend und wie es aussieht tatsöchlich als Krimineller: Karlheinz Keuerleber alias "Keuerleber". Dazu morgen hoffentlich auch die Fakten zu berufsständisch verlässlich anzusehenden Aussagen.

Hier an dieser Stelle nur die Realdaten des Herren:

Keuerleber, Karlheinz
geb. 12.10.1959

Bildnachweise:
1. Webseite zdf.de / Frontal21 vom 25.11.04 "Falsche Förderung" - Print zum Download
2. Finanzportal GoMoPa - Link

Hinweis und Anmerkung der Redaktion 22.10.2011:
Laut Herrn Keuerleber handelt es sich bei diesem Bild um den Ausschnitt eines sträflich entwendeten Fotos - so wie ihm angeblich sämtliche Fotos, die es über ihn gibt, geklaut worden sein sollen.
Eine Erstveröffentlichung dieses "Diebesguts" erfolgte nachweislich auf der Webseite
des ZDF - Zweiten Deutschen Fernsehens (Anstalt des öffentlichen Rechts). Nun denn . . .

Mitarbeiter einer
SIMKO GmbH Unternehmensberatung
(Berlin, Dresden, Stuttgart, München)
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10117 Berlin
Fon 49 (0) 30 20253212 (Einwahl Dussmann Office Service)
Fax 49 (0) 30 780999885

Eingetragener GF einer
K & K Dental Handelsgesellschaft mbH
Pilotystraße 4
80538 München

Zum hochinteressanten Themenbereich K & K - hier liegen Zusammenhänge mit dem GLOBUDENT-Skandal nahe - habe ich hier in dieser Rubrik einen neuen Thread.

Gruss aus Dubai,
der Stadt in der sich Leute ungern
für blöd verkaufen lassen


Martin Kraeter

+++++++++++++++++++ 

Zu diesem ganzen Vorgang gibt es aus unserer Sicht einiges zu sagen, auch weil Frontal21 / Herbert Klar in der Magazinsendung am 10.03.2009 wissentlich über die angeblichen Fragestellungen "Wer hat wen hinters Licht geführt?" und "Wer hat denn nun die Sache abgebrochen?" eindeutige LÜGEN ausgestrahlt haben.

Daher hier bei uns eine zweite Sektion - KLP & Frontal21 - Contra.